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Ein Horrorszenario bot sich 150 Helfern von BRK und Feuerwehr bei einer Übung Sonntagnacht: Ein Zug hat an einem Bahnübergang zwei Autos erfasst, viele Menschen wurden verletzt.

Als die ersten Retter kurz nach 2 Uhr, auf der Strecke München-Mühldorf ist zu dieser Zeit kein Verkehr, am Bahnübergang in Obergeislbach eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Grauens: Zwei völlig zerfetzte Pkw in der Böschung und ein Triebwagen voller Verletzter 200 Meter weiter in tiefster Dunkelheit.

Erdacht hatte sich das Szenario der St. Wolfganger Kommandant Werner Axenböck, der auch der Kreisbrandinspektion angehört. Sowohl die Feuerwehrler, als auch die ehrenamtlichen Mitglieder der Rotkreuz-Bereitschaften Erding und Dorfen standen vor einer Herkulesaufgabe. BRK Kreisbereitschaftsleiter Anton Schlehhuber erklärte die Herausforderung: "Es müssen möglichst schnell viele Helfer an die drei Unglücksorte gebracht werden." Während an den beiden Wracks neben dem Bahnübergang Rettungsschere und -spreizer zum Einsatz kamen, mussten im Zug auf freier Strecke über 30 Fahrgäste gesichtet und der Versorgung zugeführt werden. Dies übernahm ein Sichtungsteam der BRK SEG Erding bestehend aus dem LNA und zwei SEG Mitgliedern, die Feuerwehr übernahm anschließend die Retttung aus dem Zug mittels Spezialschlitten für die Schiene, welcher  jeweils drei Patienten aufnehmen kann. Das BRK hatte drei Behandlungszelte aufgebaut, in denen die Verletzten gesichtet und dann je nach Schweregrad betreut und abtransportiert wurden.

Im Einsatz waren die BRK Schnelleinsatzgruppen aus Erding und Dorfen und die Feuerwehren Matzbach, Lengdorf, Walpertskirchen, Erding, Altenerding und Dorfen mit 112 Helfern. Die Kreisbrandinspektion war mit sieben Führungskräften vor Ort, darunter Kreisbrandrat und Einsatzleiter Willi Vogl. Koordiniert wurde die Hilfe aus dem Katastrophenschutz-Lkw des Landkreises sowie von der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG SanEL).

Vogl lobte bei der Nachbesprechung im Walpertskirchener Feuerwehrhaus die hohe Moral der Ehrenamtlichen, die trotz ungewöhnlicher Zeit so zahlreich zur Katastrophenschutzübung angetreten waren. Wie wichtig es ist, Unglücke mit der Bahn zu simulieren, zeigt ein Fall, der erst wenige Wochen zurückliegt: Unweit der "Unglücksstelle" von Sonntagnacht war der Wagen eines jungen Mannes mit zwei Mädchen an Bord nach einem Unfall auf den Gleisen stehen geblieben. Eine Lok erfasste den Pkw. Wie durch ein Wunder war niemand verletzt worden.

Quelle: Erdinger Anzeiger, Foto: Moritz

Eingesetzte Fahrzeuge der BRK SEG Erding / Dorfen:
Gerätewagen Sanität Erding
ATW Erding
2x RTW Erding (+ Notarzt)
1x RTW Dorfen
Betr. Kombi Dorfen + Materialanhänger
Betr. Kombi Erding
Betr. LKW Erding

Weitere BRK Kräfte: OrgL + LNA, UG SanEL