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Am Samstag den 04.10.2008 fand kurz nach 9 Uhr eine Katastrophenschutz-Vollübung des Landratsamt Erding in einem Waldgebiet bei Buch am Buchrain statt. Angenommen wurde eine Explosion eines Gasgrill auf einem Zeltplatz bei der viele Mitglieder eines Jugendzeltlagers verletzt wurden.

Am Morgen des 04.10.2008 entdeckt ein Jogger gegen 09:00 Uhr in einem Waldstück zwischen der Ortschaft Buch am Buchrain und dem Einöd Kaltenbach einen Brand mit starker Rauchentwicklung. Per Handy alarmierte er die Einsatzzentrale. Über seinen Standort konnte er leider keine genaueren Angaben machen.

Bei der Anfahrt der örtlichen Feuerwehr ist bereits eine deutliche Rauchsäule in dem dicht bewaldetem Areal (3 x 7 Km) erkennbar. Die Anfahrt zum Brandherd gestaltet sich als sehr schwierig. Gleichzeitig erreichen die Rettungsleitstelle Notrufe panischer Jugendlicher. In dem betroffenen Wald findet ein Zeltlager einer internationalen Jugendorganisation statt, das offensichtlich vom Feuer bedroht ist.

Den ersten Feuerwehreinsatzkräften kommen vereinzelt Jugendliche entgegengelaufen und berichten von einem sich rasch ausbreitenden Feuer. Angrenzend an eine Lichtung brennen rund 400 m² mit unterschiedlich großem Nadelholzbestand, so die erste Meldung der eintreffenden Feuerwehr. Besondere Schwierigkeit: Die Brandstelle ist nur über einen Waldweg erreichbar.

Weiter wird durch die Feuerwehrkräfte berichtet, dass in der Nähe der Feuerstelle Zelte gesichtet wurden, die aber verlassen waren. Nach ersten Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass die Explosion eines Gasgrills die Ursache des verheerenden Unglücks war. Mehrere Truppführer melden verstörte und verletzte Jugendliche die ihnen entgegen rannten. Von Einzelnen Toten war die Rede.

Jetzt war es Zeit einen Alarm für die Hilfskräfte des Landkreises Erding auszurufen. Feuerwehren aus Buch am Buchrain, Walpertskirchen, Forstern, Pastetten, Reithofen, Isen, Erding und Altenerding sowie aus Taufkirchen wurden an die Einsatzstelle gerufen. Die Sanitätseinsatzleitung, seine Unterstützungsgruppe, die Örtliche Einsatzleitung mit ihrer Unterstützungsgruppe und auch der Wasserrettungsdienst des Landkreises wurden zum Einsatz hinzugezogen. Die SEG der Bereitschaft Erding und Dorfen richtete vor Ort zwei Sichtungsstellen sowie einen notwendigen Verbandplätze ein. Die SEG Betreuung bereitete einen Versorgungspunkt für Leicht- und Unverletzte Betroffene ein. Das Kriseninterventionsteam (KIT) der Malteser bot seine Hilfe für inzwischen angereiste Angehörige und Betroffene an. Feuerwehren bauten Löschwasserversorgungen, z.T. kilometerlang, auf, damit dem Brand entgegengetreten werden konnte. Gleichzeitig wurden Trupps zur Flächensuche durch den dichten Wald aufgestellt. Neben den Feuerwehren erledigten dies die Wasserrettungszüge der Wasserwacht Erding sowie die DLRG Taufkirchen. Die DLRG führte die Bayerische Rettungshundestaffel, die mit 5 Hunden aus München angereist war, mit. Ein Polizeitrupp führte erste Befragungen der weniger Verletzten durch.

Nach und nach kamen an den Sammelpunkten die Verletzten an den Behandlungsplatz an. Meldungen über die Verletztenmuster, benötigte Krankenhäuser sowie erforderliche Transportkapazitäten hielten die Unterstützungsgruppe der Sanitätseinsatzleitung auf Trapp. Es wurden unzählige Funksprüche entgegen genommen und Weisungen erteilt bzw. Abfragen gestartet.
Nach über 3 Stunden, mehr als 30 schwer und schwerstverletztenversorgungen durch 4 Notärzte, unter der Leitung des LNA Kaube, nahm die Übung gegen 13 Uhr ihr Ende.

In der Turnhalle der Gemeinde Pastetten wurden die Mimen (u.a. gestellt durch das THW Markt Schwaben), Einsatzkräfte und natürlich die Übungsleitung durch den Verpflegungstrupp des Malteser Hilfsdienstes versorgt. Viele der Darsteller, die z.T. über mehrere Stunden im Wald verbrachten und auf ihre Retter warteten hatten die warme Mahlzeit, eine Gulaschsuppe, dringend notwendig.

Nach Übungsende wurde bei den teilnehmenden Einsatzkräften die Manöverkritik abgehalten. Die Vertreter der einzelnen Organisationen sammelten die Eindrücke und Reaktionen, damit diese dann auf Landkreisebene demnächst ausgewertet werden können.

Der besondere Dank der Übungsleitung gilt der VG Pastetten, insbesondere Frau Bürgermeisterin Vogelfänger, für die Bereitstellung von Räumen in der Grundschule Pastetten. Vor Übungsbeginn wurden in der alten Turnhalle die Verletztendarsteller realistisch geschminkt.

Ebenso danken wir dem Landkreis Freising, der sich kurzfristig bereit erklärt hat, uns sein Katastrophenschutz- Einsatzleitfahrzeug mit drei Mann Besatzung für die Übungsleitung vor Ort zur Verfügung zu stellen.

Fotogalerie:





































Bericht aus dem Erdinger Anzeiger vom 06.10.2008, anklicken für Vollansicht.

Eingesetzte Kräfte:
Bereitschaft Erding:
2x RTW, 1x GW-SAN, 1x ATW
1x Betr. Kombi

Bereitschaft Dorfen:
1x RTW, MTW + Anhänger

HvO Taufkirchen:
1x RTW

Bereitschaft Dingolfing:
1x KTW-4

Weitere BRK Einsatzkräfte:

OrgL + LNA, UG-San-EL
SEG Wasserrettung
3x Schiedsrichter