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Flughafen München - Es ist das schlimmste Szenario, was man sich am Flughafen München vorstellen kann: Eine Maschine stürzt beim Anflug ab. Das wurde bei einer Großübung Samstagnacht nachgespielt.



Es waren spektakuläre Bilder, die Samstagnacht zu sehen waren. Geprobt wurde aus der Südbahn deswegen nach Mitternacht, um den Flugbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Die Nordbahn blieb offen, um für echte Notfälle gewappnet zu sein.

Bereits zwei Minuten nach dem Aufschlag ist die Flughafen-Feuerwehr vor Ort. Mit ihren monströsen Löschfahrzeugen versuchen sie, die Feuersbrunst in den Griff zu kriegen. In der Tat, nach wenigen Minuten sind die Flammen unter Kontrolle.

Jetzt schlägt die Stunde der Schnelleinsatzgruppen des Bayerischen Roten Kreuzes aus Erding und Freising, des Malteser Hilfsdienstes und den Feuerwehren aus dem gesamten Airport-Umland. Über 300 Retter werden bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz sein. Alarmiert wurden sie von der Integrierten Leitstelle Erding.

Vor dem Haupttor am Besucherpark bildet sich eine lange Schlange an Einsatzfahrzeugen. Lotsen bringen sie zum Sammelplatz auf einem der Vorfelder. Dort warten die Ehrenamtlichen, bis die Örtliche Einsatzleitung sie je nach Bedarf in die Nähe der Unglücksstelle lotst.

Es ist ein imposantes Bild, wie nach und nach die Glieder der Rettungskette ineinander greifen. Die ersten Retter dringen zu dem qualmenden Wrack vor, tragen schreiende Menschen aus der Gefahrenzone, beruhigen Passagiere, die sichtbar unter Schock stehen. Malteser Hilfsdienst und Rotes Kreuz bauen einen Behandlungsplatz auf, in denen die Verletzten erstversorgt werden, ehe sie von einem der zahlreichen Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert werden. Ein Teil der Runway wird zum Hubschrauber-Landeplatz.

Robert Wilhelm, Sprecher der Flughafen München GmbH, berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung: „Internationale Sicherheitsvorschriften verpflichten uns, alle zwei Jahre eine Großübung abzuhalten.“ Zweierlei habe man testen wollen: „Zum einen ging es darum, wie schnell die Flughafenfeuerwehr einen Brand löschen kann, zum anderen wollten wir sehen, wie zügig und zielgerichtet die externen Einsatzkräfte aufs Gelände und zur Unfallstelle gelangen“, so Wilhelm.

Für den Erdinger Kreisbrandrat Willi Vogl war die Übung ein neuerlicher Beweis dafür, „dass es ohne die Freiwilligen nicht geht“. Insgesamt sei sie erfolgreich verlaufen, lediglich das Lotsen der Retter von außen könne man noch optimieren. Bei einem Flugzeugabsturz, so Vogl, bedürfe es zur Versorgung der Verletzten vor allem viele Helfer.

Vom BRK Kreisverbad Erding waren den Schnelleinsatzgrppen (SEG) Sanitäts- und Betreuungsdienst, Transport und die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung im Einsatz. Bericht: Hans Moritz / Erdinger Anzeiger

Eingesetzte Fahrzeuge der BRK SEG Erding / Dorfen:
Gerätewagen Sanität 50 Erding
ATW Erding
3x RTW (+ Notarzt)
1x N-KTW
2x KTW
1x HvO Taufkirchen
MTW Dorfen + Materialanhänger
Betr. Kombi Erding

Fotos:

Fotos der Übung finden Sie hier:
[Erdinger Anzeiger]
[BRK Erding]