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Wartenberg - Rund 100 Einsatzkräfte übten in Wartenberg am Seniorenzentrum Wartenberg den Ernstfall.

Um kurz vor halb neun Uhr am Samstag in der Früh, wurden die Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe Behandlung und Transport der BRK Bereitschaft Erding von ihren Funkmeldeempfängern "geweckt". Anlass war ein unangekündigter Übungseinsatz im Seniorenheim Wartenberg.

Gabriele Mundigl hat ein Schild um den Hals hängen, auf dem unten ein grüner Balken zu sehen ist. Sie gilt als „behandlungsbedürftig.“ Aber immerhin: Sie ist noch „gehfähig“.

Gerade haben zwei Feuwerwehrangehörige unter schwerem Atemschutz Mundigl aus dem zweiten Stock des von ihr geleiteten Seniorenzentrums geholt: Sie haben ihr eine Fluchthaube übergestülpt und Atemluft hineingeblasen. „Du siehst null“, sagt sie. „Ich bin denen wirklich blind gefolgt.“

Hier, in der zur Verletzten-Sammelstelle umfunktionierten Cafeteria des Hauses, kümmern sich Mitglieder der Schnell Einsatzgruppe des Bayerischen Roten Kreuzes um die Evakuierten des Brandabschnittes im zweiten Stock. 15 Fahrzeuge der Feuwerwehren Wartenberg, Berglern, Moosburg, Langenpreising, und Kirchberg, dazu der große Einsatzleitbus, die vier Einsatzfahzeuge des Roten Kreuzes, sind um das Seniorenzentrum aufgefahren, und unter der Leitung des zweiten Kommandanten der Wartenberger Feuerwehr Hans Hintermaier üben rund 100 Freiwillige den Ernstfall. Angestellte des Hauses mimen die „Verletzten“. Es geht eng zu, auch beim Funk. Die Verständigung ist nicht immer optimal.

Die Drehleiter aus Moosburg wird mitten in den Hof gestellt, und die Helfer können froh sein, dass dort nicht noch mehr Autos stehen. Zwölf Minuten nach der Alarmierung wird die erste Verletzte in Sicherheit gebracht, nach 34 Minuten sind alle neun Menschen gerettet, die Drehleiter kommt nicht mehr zum Einsatz. Der Brand in einem der Zimmer - Auslöser des Großeinsatzes - wird zur Nebensache. Der ist blitzschnell gelöscht.

Martin Stöckl hat die Übung mit vorbereitet und wünscht sich nur, dass der erste Trupp unter Atemschutz schneller zu den Verletzten in das Gebäude vordringt. Das ist aber neben den genannten Engpässen beim Funk der einzige Kritikpunkt nach dieser ersten richtig großen Übung an dem Objekt, das Bürgermeister Manfred Ranft als eine der größten Herausforderungen für die Feuerwehren neben der Klinik bezeichnet. Das Seniorenzentrum ist seit acht Jahren schon in Betrieb, aber diesen Ernstfall hat bisher noch niemand geübt, was der Leiterin gar nicht behagt hatte. Deshalb habe sie diese Übung angeregt. Und sie bedankt sich bei den Aktiven: „Jetzt stellt mal Bierbänke auf! Wir täten euch nämlich gern einladen.“

Quelle: Erding Anzeiger

Eingesetzte Kräfte:
Bereitschaft Erding:
2x N-KTW, 1x GW-San 50, 1x LNA

Feuerwehren: UG-OEL, Wartenberg, Berglern, Moosburg, Langenpreising, und Kirchberg

Fotogalerie:

Fotos der Übung finden Sie [hier]