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Bockhorn - Kleine Ursache, große Wirkung. Dies traf am Dienstag auf einen simulierten Gefahrgutunfall beim BayWa-Lagerhaus in Unterstrogn (Gemeinde Bockhorn) zu.

Dabei mussten zahlreiche Feuerwehren sowie ein Großaufgebot des Bayerischen Roten Kreuzes aus Erding und Dorfen ihr Können in einer diffizilen Lage unter Beweis stellen.

Kurz vor 19 Uhr meldete ein Mitarbeiter des Lagerhauses, auf dem Hof stehe ein Lastwagen, aus dem eine nicht näher bekannte Flüssigkeit tropfe. Auf der Ladefläche liege bewusstlos der Fahrer. „Da blinken bei uns alle Warnlampen“, berichtet Kreisbrandmeister Christian Seifert, der die Übung initiiert hatte. Denn wenn niemand weiß, um welche Substanzen es sich handelt, können die Retter nicht einfach zugreifen, sondern müssen sich zunächst selbst schützen. Später entpuppten sich die Stoffe als Insektizide und Pestizide.

Als erste an der Unglücksstelle trafen die Feuerwehren aus Bockhorn, Kirchasch, Erding, Grünbach und Reichenkirchen ein. Kurz darauf mussten wegen des hohen Gefährdungsgrades weitere Kräfte aus Erding sowie die Feuerwehr Altenerding nachalarmiert werden. Hinzugezogen wurden auch zahlreiche Rettungswagen der BRK-Bereitschaften Erding und Dorfen, welche die Schnelleinsatzgruppen (SEG) Transport des Landkreises Erding stellen, das Einsatzleitfahrzeug der UG SanEL und der Einsatzleiter Rettungsdienst.

Zunächst gelang es Atemschutzgeräteträgern, den Fahrer aus der Gefahrenzone zubringen, medizinisch erstzuversorgen und zu dekontaminieren. Das musste alles in Schutzkleidung erfolgen, denn sonst hätten die lebensbedrohlichen Gifte auf die Einsatzkräfte übergreifen können.

Wie aufwändig ein Chemieunfall abgearbeitet werden muss, bewies der weitere Verlauf der Übung, der neben Kreisbrandinspektor Ludwig Wimmer auch Kreisbrandmeister Franz Ganslmaier auch Bockhorns Bürgermeister Hans Schreiner beiwohnten. Etliche Retter kletterten in Schutzanzüge, um überhaupt den Lastwagen zu erreichen und den Stoff ausfindig zu machen. Zu allem Unglück erlitt ein Feuerwehrmann (fiktive) Verletzungen. Am Rettungsdienst lag es, zunächst alle Verletzten beziehungsweise Kontaminierten zu sichten, um sie dann je nach Bedürftigkeit so rasch wie möglich zu behandeln und für den Transport ins Krankenhaus vorzubereiten.

Bei der Nachbesprechung machte Seifert deutlich, dass es sich um die erste Großübung dieser Art gehandelt habe. „Im Großen und Ganzen war sie ein Erfolg.“

Fotogalerie

Fotos von der Übung finden Sie [hier]

Einsatzkräfte:

Bereitschaft Erding:
2x N-KTW
1x NAW
1x ELW 1 / ELRD
1x ELW 2
1x Fachberater
CBRN(E)

Bereitschaft Dorfen:
1x RTW