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Zum Glück nur eine Übung: Massencrash auf A 94

Pastetten - Der „echte“ Verkehr muss sich noch bis 1. September gedulden, ehe er auf der neuen A 94 bis Pastetten rollen darf. Die Rettungskräfte simulierten rechtzeitig vor der Freigabe den Ernstfall: eine Massenkarambolage

Für die Feuerwehren im südlichen Landkreis Erding sind Einsätze auf der Autobahn absolutes Neuland. So war es kaltes Wasser, in das die 150 Einsatzkräfte der Wehren Reithofen/Harthofen, Pastetten, Forstern, Hörlkofen sowie die örtliche Einsatzleitung durch die Feuerwehr Altenerding geworfen wurden. Hinzu kamen mehrere Dutzend BRKler aus den Bereitschaften Isen, Erding und Dorfen, die Helfer vor Ort aus Taufkirchen und zwei Einsatzleiter Rettungsdienst vom BRK Erding.

Als sie am Freitag gegen 19.15 Uhr an der „Unglücksstelle“ eintrafen, lagen dort mehrere Autos wie durcheinandergewürfelt auf dem nagelneuen Beton - in ihnen gleich zehn zum Teil schwer Verletzte und Eingeklemmte.

Damit nicht genug: Auch auf der Gegenfahrbahn hatte sich ein Unfall mit drei Pkw und einem Sattelschlepper ereignet. Darum kümmerten sich die Wehren Forstinning, Anzing und Markt Schwaben sowie der BRK-Rettungsdienst aus dem Kreis Ebersberg.

Erdings Kreisbrandrat Willi Vogl, der das Szenario mit seinem Ebersberger Amtskollegen Gerhard Bullinger, inszeniert hatte, sagte: „Es geht darum, dass sich die Feuerwehren an Unfälle größeren Ausmaßes gewöhnen. Die Herausforderung bei Massenkarambolagen liegt immer darin, der Lage so schnell wie möglich Herr zu werden: Wer ist beteiligt, wie viele Verletzte gibt es, wer muss als erstes versorgt werden?“

Knapp zwei Stunden später war Vogl zufrieden: „Es hat im Großen und Ganzen sehr gut geklappt. Gut ist, dass wir auf die Schnelle in der Lage sind, ausreichend Personal zu rekrutieren.“ Auch die Zusammenarbeit mit dem BRK habe gut funktioniert. Für Vogl besonders erfreulich: Auch an ein kleines Detail, das aber lebensrettend sein kann, hatte die Einsatzleitung gedacht: „Die Unfallstelle wurde gut abgesichert, das spielt gerade auf der Autobahn eine wichtige Rolle.“

Mal abgesehen von zwei heftigen Schauern kamen die Einsatzkräfte gehörig ins Schwitzen. Die „Verletzten“, die die Schminktruppe des BRK realitätsnah mit Wunden und offenen Brüchen versorgt hatte, schrien und ließen ich gar nicht so einfach aus den Wracks befreien. Schweres Bergegerät war gefragt.

Bei der Nachbesprechung waren sich alle Beteiligten einig: Das Zusammenspiel klappt. Dennoch ist niemand scharf darauf, dass das (Übungs-)Szenario vom Freitag jemals Realität wird.

Quelle: Erding Anzeiger (Hans Moritz)

Eingesetzte Kräfte:
2x RTW, 2x KTW, 2x N-KTW, 1x GW-San 50, 1x MTW, 1x ELW


Fotogalerie:

Fotos der Übung finden Sie [hier]