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Mit einem zweitägigen Fest hat die BRK-Bereitschaft Erding am Wochenende ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Es war ein Bekenntnis zur Mitmenschlichkeit und gegenseitiger Hilfe. Der Jubilar präsentierte sich glänzend.

Dauerregen hatten die Wetterfrösche vorhergesagt, doch die Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag der BRK-Bereitschaft Erding sonnte sich nicht nur im Glanz ihre reichen und vielfältigen Geschichte, sondern auch in dem der goldenen Oktobersonne, die gestern auf die Rotkreuz-Zentrale an der Wilhelm-Bachmair-Straße schien. Das Fest war von den Ehrenamtlichen um Bereitschaftsleiter Raimund Klaus perfekt organisiert.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten mit einem Weinfest, das von der Stimmungsband Take Off umrahmt wurde. Bei Brotzeitplatten und Kartoffelsuppe sowie erlesenen Tropfen ließen es sich Mitglieder und Gäste gutgehen. Das Fest endete zu sehr fortgeschrittener Stunde fröhlich auf den Tischen.

Umso würdiger verlief dann der Festakt am Sonntag. Den ökumenischen Gottesdienst zelebrierten die Pfarrer Richard Greul und Martin Schwenk. Bereitschaftsleiter Klaus konnte zahlreiche Gäste aus der Politik, anderen Rettungsorganisationen, der Feuerwehr, der Polizei und vom Kreiskrankenhaus begrüßen. Klaus erklärte, 100 Jahre BRK Erding seien „100 Jahre gelebte Mitmenschlichkeit“. Man könne stolz sein, „dass sich in all den Jahren so viele Menschen ehrenamtlich fürs Rote Kreuz engagiert haben und es auch heute noch gerne tun.“ Es habe Höhen und Tiefen gegeben, „aber die Bereitschaft zu helfen war und ist immer da“.

Erdings Bürgermeister und BRK-Kreisvorsitzender Max Gotz äußerte seine Freude, „dass der BRK-Gedanke vom Helfen seit Generationen durch die Familien getragen wird“. Jeder einzelne sei gefragt und gefordert, seine Energie und Lebensentwürfe in die Bereitschaftsarbeit einzubringen. Als unerträglich bezeichnete er einen Vorfall in der Silvesternacht, als in Erding Retter im Einsatz von Raketen beschossen wurden. Gotz forderte hier die ganze Strenge des Gesetzes.

Schirmherr und Landrat Martin Bayerstorfer sprach von einer „beeindruckenden, facettenreichen und von zahlreichen historischen Ereignissen geprägten Entwicklung“ seit der Gründung 1912. Sein Fazit: „Wir dürfen sehr, sehr dankbar dafür sein, dass die Bereitschaft Erding so vital ist, dass ihre Mitglieder seit zehn Jahrzehnten mit Herzblut, Fachwissen und hohem Zeitaufwand für uns sorgen, wenn’s drauf ankommt.“

BRK-Bezirkschef Bernhard Peterke, der in Vertretung für die erkrankte BRK-Präsidentin Christa von Thurn und Taxis sprach, versicherte, dass es eine „stolze Leistung“ sei, über so viele Jahre hinweg immer wieder genügend Helfer zu finden. Gerade bei Katastrophen in der ganzen Welt zeige sich, „dass das Rote Kreuz ein verlässlicher Partner ist“. Immerhin gebe es bundesweit über 400 000 Helfer, bayernweit seien es 50 000 Aktive. Sein Dank galt auch den Angehörigen der Retter.

BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden sagte: „Wir können alle stolz sein, denn seit 100 Jahren tragen wir Menschlichkeit in die Welt.“ Die vielen Rotkreuz-Gliederungen verglich sie mit einem Baum mit Blättern und Wurzelwerk. „Hier sieht man, es geht nur miteinander und nie allein.“ Wichtig sei, „dass wir uns als ein BRK verstehen“.

Am Nachmittag fand für die Bevölkerung eine große Fahrzeugausstellung statt. Die Hüpfburg war bestens gesichert angesichts der vielen Helfer, die den sonnigen Sonntag genossen.

Quelle: merkur-online.de, Hans Moritz