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Brände, Vermisstensuchen und ein Zugunglück: Der Berufsfeuerwehrtag in Pastetten hatte wieder vieles zu bieten. Mit dabei waren auch die Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften aus dem BRK-Kreisverband Erding.

Das Gerätehaus am Fröbelweg in Pastetten gleicht einem Lager. Feldbetten reihen sich aneinander, die Feuerwehrler ruhen sich aus. Es ist Mitternacht. Plötzlich schrillt ein Alarm durchs Haus. Ein Auto ist bei Wimpasing von einer Brücke auf die Bahngleise gestürzt und hat einen Zug gerammt. Dieses Szenario zu nachtschlafender Zeit war der Höhepunkt eines anstrengenden, aber auch lehrreichen Wochenendes für 37 Nachwuchsfeuerwehrler aus den Gemeinden Pastetten, Buch am Buchrain und Ottenhofen beim Berufsfeuerwehrtag 2015. Begonnen hatte das Übungswochenende schon Stunden zuvor. Von Samstag- bis Sonntagnachmittag folgte ein Einsatz auf den nächsten. Pastettens Jugendwart Andreas Wagner ist bekannt dafür, dass er dem Nachwuchs stets etwas Spektakuläres bieten will. Dabei übertrifft er sich von Jahr zu Jahr selbst. Heuer standen elf Einsätze auf dem Plan. So musste der Nachwuchs einen Waldarbeiter retten, der unter Baumstämmen verschüttet wurde. In einem Baucontainer gab es eine Gasexplosion, ein Wohnwagengespann geriet außer Kontrolle und ein Bauarbeiter stürzte von einem Baugerüst. Spektakulär wurde es im Gewerbegebiet Harthofen – „ein idealer Übungsplatz für uns“, sagt Wagner. Dabei wurde ein Verkehrsunfall simuliert, in den unter anderem ein Auto samt Wohnwagen und der Elektrozug einer Chemiefirma verwickelt waren – inklusive eindrucksvoller Explosionen. Dafür hatte der Pastettener Pyrotechniker Carsten René Montero Muñoz gesorgt. Er war auch für den Rauch verantwortlich, der beim Einsatz „Brandentwicklung im Schloss Ottenhofen“ für schwierige Sichtverhältnisse sorgte. „Das verwinkelte Gebäude war perfekt zum Üben“, erklärt Wagner, der mit dem zweiten Pastettener Jugendwart Andreas Gantner und den Kollegen Georg Wust aus Buch am Buchrain sowie Michael Weber und Verena Stadler aus Ottenhofen die Einsätze vorbereitet hatte. Highlight dürfte aber der Bahnunfall gewesen sein. Zum zweiten Mal hatte es Wagner geschafft, die Südostbayernbahn für die Übung zu gewinnen, die einen Sonderzug zur Verfügung stellte. 32 Ausbilder der drei Wehren halfen bei Aufbau und Einsätzen oder stellten sich als verletzte Opfer zur Verfügung – realistisch geschminkt von Sabrina Adam. Die kompletten 24 Stunden dabei waren erstmals die Helfer der Malteser und des Bayerischen Roten Kreuzes in Erding, die zu den Einsätzen auch ihre Fahrzeuge mitbrachten. Ebenfalls vor Ort: Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, die als Leitstelle den Funkverkehr übernahm.